[DE] Immobilie in Südkorea mit Geld vom Auslandskonto kaufen

 

Immobilie in Südkorea mit Auslandsüberweisung kaufen
Immobilie in Südkorea mit Geld aus dem Ausland kaufen.

Was Nichtresidenten über Geldtransfers nach Südkorea und den Nachweis der Herkunft ihrer Gelder wissen sollten

„Ich habe genügend Geld auf meinem Bankkonto im Ausland. Kann ich es einfach nach Südkorea überweisen und damit eine Wohnung kaufen?“

Diese Frage stellen sich viele Auslandskoreaner und ausländische Käufer lange bevor sie den Kaufvertrag unterschreiben.

Schließlich gehört ihnen das Geld bereits.

Warum sollte es also kompliziert sein, es nach Korea zu überweisen?

Die Antwort überrascht viele.

In den meisten Fällen ist es grundsätzlich möglich, eine Immobilie in Südkorea mit Geld aus dem Ausland zu kaufen.

Der eigentliche Immobilienkauf und die Überweisung des Geldes sind jedoch zwei unterschiedliche rechtliche Vorgänge.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:

„Kommt das Geld aus dem Ausland?"

Die wichtigere Frage lautet:

„Kann ich nachvollziehbar erklären, wem das Geld gehört, woher es stammt und warum es nach Korea überwiesen wird?"

Stellen Sie sich vor, Sie leben seit vielen Jahren in Kanada.

Sie möchten mit Ihren Ersparnissen aus Kanada eine Eigentumswohnung in Seoul kaufen.

Der Kaufvertrag liegt bereits vor.

Sie denken, dass nur noch eine internationale Überweisung erforderlich ist.

Kurz darauf stellt Ihnen Ihre koreanische Bank jedoch mehrere Fragen.

Woher stammt das Geld?

Warum kommt ein Teil des Geldes von einem anderen Konto?

Können Sie Unterlagen vorlegen, die zeigen, wie das Vermögen entstanden ist?

Viele Käufer stellen fest, dass die eigentliche Überweisung oft einfacher ist als der Nachweis der Herkunft der Gelder.


Official Guidance

Nach koreanischem Recht können Nichtresidenten Immobilien in Südkorea grundsätzlich auch mit Geld erwerben, das aus dem Ausland überwiesen wurde.

Je nach Aufenthaltsstatus des Käufers und Aufbau der Transaktion können jedoch Devisenvorschriften, Meldepflichten und weitere gesetzliche Anforderungen zu beachten sein.

Koreanische Banken sind außerdem verpflichtet, ihre Kunden zu identifizieren und – soweit erforderlich – Informationen über Herkunft und Verwendungszweck der überwiesenen Gelder einzuholen.


Executive Commentary

Hier entsteht das erste Missverständnis.

Viele Menschen denken:

„Das Geld gehört mir. Also wird die Bank die Überweisung automatisch akzeptieren."

So einfach ist es nicht.

Die Bank möchte in der Regel nicht wissen, ob Sie vermögend sind.

Sie möchte nachvollziehen können, welchen rechtlichen Weg das Geld genommen hat, bevor es in Korea angekommen ist.


Müssen alle ausländischen Käufer dieselben Vorschriften einhalten?

Nein.

Das ist eines der häufigsten Missverständnisse.

Viele glauben, jeder ausländische Staatsangehörige müsse exakt dieselben Verfahren durchlaufen.

In der Praxis kommt es jedoch häufig stärker auf den Aufenthaltsstatus als auf die Staatsangehörigkeit an.


Official Guidance

Für Zwecke des koreanischen Devisenrechts ist die Unterscheidung zwischen Residenten und Nichtresidenten häufig wichtiger als die Staatsangehörigkeit selbst.

Je nach Aufenthaltsstatus können unterschiedliche Melde- oder Verfahrenspflichten gelten.


Executive Commentary

Ein ausländischer Arbeitnehmer, der seit mehreren Jahren in Korea lebt, kann unter anderen Voraussetzungen handeln als jemand, der dauerhaft im Ausland wohnt.

Auch Auslandskoreaner können – abhängig von ihrem rechtlichen Status – unterschiedlichen Regelungen unterliegen.

Wer seine eigene Einstufung bereits vor dem Immobilienkauf kennt, vermeidet häufig spätere Verzögerungen.


Fragt die Bank nach der Herkunft meines Geldes?

In den meisten Fällen: ja.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Bank Ihnen misstraut.


Official Guidance

Nach den koreanischen Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche und zur Kundenidentifizierung können Finanzinstitute verpflichtet sein,

  • ihre Kunden zu identifizieren,
  • den Zweck einer Transaktion zu verstehen,
  • und – soweit erforderlich – Informationen über die Herkunft der eingesetzten Gelder einzuholen.

Je nach Art der Transaktion können zusätzliche Nachweise verlangt werden.


Executive Commentary

Die Bank könnte beispielsweise fragen:

  • Handelt es sich um Ihr eigenes Vermögen?
  • Stammt das Geld aus einem Arbeitsverhältnis oder aus einer selbständigen Tätigkeit?
  • Wurde es durch den Verkauf einer Immobilie oder von Wertpapieren erzielt?
  • Wurde ein Teil des Geldes verschenkt oder vererbt?
  • Warum wird das Geld gerade jetzt nach Korea überwiesen?

Solche Fragen gehören bei größeren internationalen Immobiliengeschäften häufig zum normalen Prüfungsverfahren der Bank.


Begriffserklärung

Foreign Exchange Transactions Act

Das koreanische Devisengesetz. Es regelt unter anderem bestimmte Melde- und Verfahrenspflichten bei grenzüberschreitenden Geldtransfers.

Resident / Non-Resident

Für das Devisenrecht ist häufig entscheidend, ob eine Person als Resident oder Nichtresident eingestuft wird. Diese Einstufung richtet sich nicht allein nach der Staatsangehörigkeit.

Source of Funds

Der Nachweis der Herkunft der eingesetzten Gelder. Banken können Unterlagen verlangen, die erklären, wie das Vermögen entstanden ist.

Customer Due Diligence (CDD)

Die gesetzliche Pflicht einer Bank, ihre Kunden zu identifizieren und die wirtschaftlichen Hintergründe größerer Transaktionen zu verstehen.


Kann ich das Geld in mehreren Überweisungen nach Korea schicken?

Ja.

Viele Käufer überweisen den Kaufpreis nicht auf einmal.

Bankinterne Überweisungslimits, unterschiedliche Konten oder organisatorische Gründe führen häufig dazu, dass das Geld in mehreren Teilbeträgen nach Korea überwiesen wird.


Official Guidance

Nach den koreanischen Vorschriften muss der Kaufpreis einer Immobilie nicht zwingend in einer einzigen Auslandsüberweisung nach Korea eingehen.

Banken können jedoch den gesamten Geldfluss betrachten, wenn sie die Herkunft der Gelder und den Zweck der Transaktionen prüfen.


Executive Commentary

Hier gibt es ebenfalls ein häufiges Missverständnis.

Manche glauben:

„Wenn ich den Betrag auf mehrere Überweisungen aufteile, stellt die Bank keine Fragen."

Andere glauben genau das Gegenteil:

„Mehrere Überweisungen sind bestimmt verboten."

Beides trifft so nicht zu.

Mehrere Überweisungen allein sind normalerweise kein Problem.

Entscheidend ist, ob sich der gesamte Zahlungsweg nachvollziehen lässt.

Wenn die Gesamtsumme zum Immobilienkauf passt und die Unterlagen die einzelnen Überweisungen erklären, sind mehrere Überweisungen häufig lediglich Ausdruck der normalen Bankpraxis.


Darf ich Geld vom Konto eines Familienmitglieds verwenden?

Diese Frage sorgt regelmäßig für Unsicherheit.

Viele sagen:

„Das Geld bleibt doch innerhalb der Familie. Das dürfte doch kein Problem sein."

So einfach ist es jedoch nicht.


Official Guidance

Wird Geld von einem Ehepartner, einem Elternteil, einem Unternehmen oder einer anderen dritten Person überwiesen, können – je nach rechtlicher Gestaltung – zusätzliche Unterlagen erforderlich sein.

Entscheidend ist nicht nur, wer das Geld überwiesen hat.

Ebenso wichtig ist die rechtliche Grundlage der Zahlung.

Handelt es sich um eigenes Vermögen, ein Darlehen, eine Schenkung oder eine andere nachvollziehbare Vereinbarung?


Executive Commentary

Am einfachsten lässt sich der Geldfluss meist nachvollziehen, wenn der Kaufpreis unmittelbar vom eigenen Auslandskonto des Käufers stammt.

Beteiligen sich Familienangehörige an der Finanzierung, empfiehlt es sich, den rechtlichen Hintergrund bereits vor der Überweisung sauber zu dokumentieren.

Je nach Situation können beispielsweise Unterlagen über

  • eine Schenkung,
  • ein Darlehen,
  • Miteigentum
  • oder andere Vereinbarungen

erforderlich sein.

Es geht dabei nicht darum, familiäre Unterstützung zu verbieten.

Die Bank muss lediglich nachvollziehen können, weshalb das Geld von einer anderen Person stammt.


Welche Unterlagen sollte ich vorbereiten?

Jeder Immobilienkauf verläuft etwas anders.

Dennoch verlangen Banken häufig Unterlagen, aus denen hervorgeht, wie das Vermögen entstanden ist.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Kontoauszüge aus dem Ausland,
  • Gehaltsnachweise,
  • Steuerunterlagen,
  • Nachweise über Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit,
  • Unterlagen über den Verkauf von Wertpapieren,
  • Unterlagen über den Verkauf einer Immobilie,
  • Erbschafts- oder Schenkungsunterlagen,
  • sowie der koreanische Immobilienkaufvertrag.

Wer diese Unterlagen bereits vor Vertragsabschluss vorbereitet, spart später oft viel Zeit.


Official Guidance

Welche Nachweise erforderlich sind, richtet sich nach der jeweiligen Transaktion und den Umständen des Einzelfalls.

Banken können zusätzliche Unterlagen verlangen, wenn dies zur Prüfung der Herkunft der Gelder oder des Transaktionszwecks erforderlich ist.


Executive Commentary

Viele Käufer konzentrieren sich ausschließlich auf den Immobilienvertrag.

Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Geschichte hinter dem Geld.

Kann jeder größere Zahlungseingang erklärt werden?

Passen die Kontoauszüge zu den übrigen Unterlagen?

Lassen sich Herkunft und Zahlungsweg nachvollziehen?

Je besser diese Fragen beantwortet werden können, desto reibungsloser verläuft die Abwicklung in der Regel.


Warum sind diese Unterlagen auch später noch wichtig?

Viele glauben, dass die Dokumente nur bis zum Kauf benötigt werden.

Das stimmt häufig nicht.


Official Guidance

Wenn Nichtresidenten eine Immobilie in Korea später wieder verkaufen und den Verkaufserlös ins Ausland überweisen möchten, können Banken Unterlagen über den ursprünglichen Erwerb und die damaligen Devisenvorgänge verlangen.


Executive Commentary

Mit anderen Worten:

Die Unterlagen, die Sie heute aufbewahren, können Ihnen Jahre später viel Arbeit ersparen.

Es empfiehlt sich deshalb, Kopien von

  • Überweisungsbelegen,
  • Kaufverträgen,
  • Meldeunterlagen,
  • Kontoauszügen
  • und weiteren Finanzunterlagen

sorgfältig aufzubewahren.

Gerade bei einem späteren Verkauf der Immobilie können diese Dokumente den Nachweis deutlich erleichtern.


Die wichtigste Erkenntnis

Viele Menschen glauben:

„Der Kauf der Immobilie ist der schwierigste Teil."

In Wirklichkeit ist der Kaufvertrag häufig der einfachere Schritt.

Wichtiger ist eine nachvollziehbare Dokumentation des gesamten Geldflusses.

Am Ende sollten Sie jederzeit erklären können:

  • Wem gehört das Geld?
  • Woher stammt es?
  • Warum wurde es nach Korea überwiesen?
  • Wie hängt es mit dem Immobilienkauf zusammen?

Wenn diese Fragen durch passende Unterlagen beantwortet werden können, verläuft der Kauf meist deutlich reibungsloser.


Expertenfragen vor dem Beratungstermin

  • Hat mein Aufenthaltsstatus Auswirkungen auf die erforderlichen Meldungen?
  • Sollte ich meine koreanische Bank bereits vor der ersten Überweisung kontaktieren?
  • Welche Unterlagen eignen sich als Nachweis der Herkunft meiner Gelder?
  • Welche zusätzlichen Unterlagen benötige ich, wenn Familienmitglieder den Kauf mitfinanzieren?
  • Welche Dokumente sollte ich aufbewahren, falls ich die Immobilie später wieder verkaufe und den Erlös ins Ausland überweisen möchte?

Mit diesem Grundverständnis können Sie deutlich gezielter mit Ihrer Bank, Ihrem Steuerberater oder Ihrem Immobilienberater sprechen, bevor Sie den Kaufvertrag unterschreiben.


Implementation Date

Stand der Faktenprüfung: Juli 2026

Fact-Check Materials Used

  • Foreign Exchange Transactions Act
  • Foreign Exchange Transactions Regulations
  • Invest Korea – Leitfäden für den Immobilienerwerb durch Nichtresidenten
  • Leitlinien der Korea Financial Intelligence Unit (KoFIU)
  • Veröffentlichungen des National Tax Service

Official Sources

  • Korea Law Information Center
  • Invest Korea
  • Korea Financial Intelligence Unit (KoFIU)
  • National Tax Service

Disclaimer

Dieser Beitrag dient ausschließlich als allgemeine Orientierung auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen.

Meldepflichten, bankinterne Anforderungen, steuerliche Folgen und erforderliche Nachweise können je nach Aufenthaltsstatus, Transaktionsstruktur und persönlicher Situation unterschiedlich sein.

Vor dem Kauf einer Immobilie oder einer größeren Auslandsüberweisung sollten die konkreten Anforderungen mit der zuständigen Bank oder qualifizierten Fachleuten abgestimmt werden.


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